Dienstag, 19. Juli 2016

Ein neuer teil der Immer wieder Reihe ist nun erhältlich!

Es gibt kein dauerhaftes Happy End.
Das Leben besteht aus immer neuen Herausforderungen.
Du musst dich nur entscheiden, ob du ein Kämpfer oder gleich ein Verlierer sein willst.

Was, wenn du plötzlich um das kämpfen musst, das immer dir gehörte? Um dein Mädchen?
Und was, wenn es mit einem Mal kein Mädchen mehr ist, sondern diese eine Frau, die dich an den Eiern hat? Wirst du die Herausforderung annehmen?
Oder untergehen?
Der absolut ungeplante nächste Teil der Immer wieder Reihe:
Dramatisch, erotisch … knisternd, lustig und … nervenaufreibend.
Leseanleitung der Autorin: Taschentücher bereitlegen (aus zweierlei Gründen). Keine Angst haben. Drauf einlassen. Abtauchen! ;)

Reihenfolge der ›Immer wieder … Reihe‹:
The unholy Book of Tristan Wrangler
The unholy Book of Tristan Wrangler – reloaded
Immer wieder Special
Immer wieder Verführung
Immer wieder Verführung – the End
Immer wieder Tristan und Mia
Dieses Buch! 



Freitag, 18. September 2015

Endlich ist es da! ROCK ODER LIEBE!

Kurzbeschreibung

Hannah Amalia Hauptmeier, gefürchtetste Anstandsdame des Landes, gerät an ihren härtesten Klienten: Spank Ransom, alias Mason Hunter. Selbst ernannter Sexgott, stolzer Schildkrötenbesitzer und dazu noch weltbekannter Rockstar, muss von ihr auf den rechten Pfad der Tugend gebracht werden, denn seine Mutter bangt um das Ansehen ihres einzigen, heiß geliebten Sprösslings.
Grummelnd nimmt Hannah sich des hoffnungslosen Falls an, ohne auch nur im Geringsten zu ahnen, worauf sie sich einlässt. Der sexy Rüpel hat es sich nämlich im Gegenzug zu seiner Aufgabe gemacht, sie zu bekehren ... Und zwar auf seine ganz spezielle Art. Diese ist alles andere als jugendfrei, erschreckend betörend und hält sich keineswegs an den Knigge.
Sein Angebot: nächtliche Spielstunden gegen tägliches Anstandstraining.
Letztendlich müssen sich beide jedoch entscheiden, zwischen

Rock oder Liebe.




460 Buchseiten inkl. XXXXL-Leseprobe Rock oder Liebe Teil 2 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 22. Juli 2015

Ein Muss für jeden Immer wieder ... Fan

Wir haben uns hier versammelt um den Sexgott Tristan Wrangler und sein Mia-Baby auf ca. 80 Seiten in den heiligen Bund der Ehe zu begleiten ... dann gibt es ein etwas anderes Interview und eine XXXXXXXXL Leseprobe von Rock oder Liebe!
Viel Spaß!

 

http://www.amazon.de/gp/product/B012AQ6FPK?keywords=immer%20wieder%20tristan%20und%20mia&qid=1437592856&ref_=sr_1_1&s=digital-text&sr=1-1 

 


 



Reihenfolge:
1.Immer wieder samstags
2.Immer wieder samstags – reloaded

3.Immer wieder Verführung
4.Immer wieder Verführung – The End

Zusatzbücher zur Immer wieder Reihe:
Immer wieder Special (gehört hauptsächlich zu Immer wieder samstags 1 und 2, kann aber auch am Schluss gelesen werden.)
Immer wieder Tristan und Mia – Hochzeitsspecial
Immer wieder samstags – Sammelband (beinhaltet die beiden ersten Teile)

Dienstag, 7. Juli 2015

Unzähmbar - Liebe ohne Hard Limits ... ist erschienen ...


Anonymität, Distanz und Kontrolle – das ist David Porter.


Bis die rebellische Buchhändlerin Elisabeth Baker seinen Weg kreuzt. Und zwar ausgerechnet in jenem Luxushotel, wo er Tag für Tag die verschiedensten Frauen zum Spielball seiner dominanten Vorlieben macht.
Als ihn eines Abends eine Wette dazu bringt, die einsame Frau an der Bar zu verführen, ist es mit der Eintönigkeit in seinem Leben schlagartig vorbei. Zum ersten Mal in seinem Dasein ist er gezwungen, sich um jemanden zu kümmern außer sich selbst. Doch sogar im betrunkenen Zustand raubt Elisabeth ihm völlig den Atem und überrascht ihn wie noch keine zuvor.
Genauso wie er sie, obwohl sie gegensätzlicher nicht sein könnten.
Auch wenn die gesellschaftlichen Hürden unüberwindbar scheinen.
Wird Liz dazu imstande sein, ihr Naturell zurückzudrängen und sich David zu unterwerfen, um dieser ungewöhnlichen Liebe eine Chance zu geben?

Die Dark Love Reihe – Liebe ohne Hard Limits.
Romantisch/erotische Geschichten über Dominanz und Unterwerfung, Grenzüberschreitungen, falsche Motive, die einzig wahre Liebe und wie sich Menschen für diese ändern können.
Alle Teile handeln von anderen Protagonisten und sind in sich abgeschlossen.

 

 

 

Dienstag, 12. Mai 2015

Buchplanung für 2015

Sooooo damit ihr mal bescheid wisst über meine weiteren Pläne dieses Jahr.




Anfang Juni erwartet uns der zweite Teil der Fantasy-Saga DESIREZONE! Der Name ist dann echt volles Programm (hihihi) und die beiden ersten Teile der Dangerzone-Reihe sind hiermit dann ABGESCHLOSSEN und können von allen gelesen werden, die es hassen, auf eine Fortsetzung zu warten.
Klappentext gefällig? (Unlektoriert)

Seraphina hat sich in der Welt der Gestaltwandler eingelebt, aber nicht zwischen den zwei animalischen Wesen entschieden, die sie besitzen wollen.
Von Liebe völlig ahnungslos lässt sich die junge Frau auf ein gefährliches Spiel ein, bei dem der Gestaltwandler-König Sun, seine Untergebenen Ice und Seraphina auf erotischste Weise benutzt, unterwirft und quält.
Doch anstatt sich ihm endlich völlig hinzugeben stacheln seine Manipulationen Seraphinas Kampfgeist immer weiter an und die Gefühle für Ice werden immer stärker.
Letztendlich ist Sun ihr kleinstes Problem, denn Ash, der schwarze Werwolf, und Ajax, König der Spinnen, haben noch eine Rechnung mit ihr offen, von der sie noch nicht mal den Hauch einer Ahnung hat und die das gesamte Rudel der Gestaltwandler ins Unheil stürzen könnte.
Ab achtzehn Jahren!
Mit diesem Buch sind die ersten beiden Teile der Dangerzone-Reihe ABGESCHLOSSEN.



ABER Das ist noch nicht alles!!!! Denn die Dark Love Reihe - Liebe ohne Hard Limits ... geht auch in die nächste Runde! Nämlich mit diesen beiden hier und DAS wird eines der Highlights für mich dieses Jahr!
Erscheinungstermin voraussichtlich: 15.06.15 „wink“-Emoticon
Anonymität, Distanz und Kontrolle, das ist David Porter – bis die rebellische Buchhändlerin Elisabeth Baker seinen Weg kreuzt. Und zwar ausgerechnet in jenem Luxushotel, wo er Tag für Tag die verschiedensten Frauen zum Spielball seiner dominanten Vorlieben macht.
Als ihn eine Wette eines Abends dazu bringt, die einsame Frau an der Bar zu verführen, ist es mit der Eintönigkeit in seinem Leben schlagartig vorbei. Zum ersten Mal in seinem Dasein ist er gezwungen, sich um jemanden zu kümmern außer sich selbst. Doch sogar im betrunkenen Zustand raubt Elisabeth ihm völlig den Atem und überrascht ihn wie noch keine zuvor.
Genauso wie er sie, obwohl sie gegensätzlicher nicht sein könnten.
Auch wenn die gesellschaftlichen Hürden unüberwindbar scheinen.
Wird Liz dazu imstande sein, ihr Naturell zurückzudrängen und sich David zu unterwerfen, um dieser ungewöhnlichen Liebe eine Chance zu geben?
„Elisabeth hat die Angewohnheit, ihre Krallen auszufahren.
Schön, dann werde ich eben Dompteur.“
Die Dark Love Reihe – Liebe ohne Hard Limits.
Romantisch/erotische Geschichten über Dominanz und Unterwerfung, Grenzüberschreitungen, falsche Motive, die einzig wahre Liebe und wie sich Menschen für diese ändern können.
Alle Teile handeln von anderen Protagonisten und sind in sich abgeschlossen.



Und ratet mal ... was dann so langsam ich denke so ungefähr ... im August kommt ... ????!!!!!!
hihihihihi
ROTZI!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Der geilste Arsch EVER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
»Dieses sinnlose Rumgeschreie. Dieses permanente Rumgehüpfe. Dieses unnütze Gitarrenzerschlagen und dieses ordinäre RUMROTZEN! Frauen verachtende Satanisten. Hotelzimmer zerstörende Kunstbanausen. Motorrad fahrende Ampelignoranten! Drogensüchtige Frauenverschlinger!« Das sind Rockstars in den Augen der gefürchtetsten Anstandsdame des Landes.
Hannah Amalia Hauptmeier gerät an ihren härtesten Klienten: Spank Ransom, alias Mason Hunter. Selbst ernannter Sexgott, stolzer Schildkrötenbesitzer und dazu noch weltbekannter Rüpelrocker, muss von ihr auf den rechten Pfad der Tugend gebracht werden, denn seine Mutter bangt um das Ansehen ihres einzigen, heiß geliebten, Sprösslings. Grummelnd nimmt Hannah sich des hoffnungslosen Falls an, ohne auch nur im Geringsten zu ahnen, worauf sie sich einlässt.
Der sexy Rüpel hat es sich nämlich im Gegenzug zu seiner Aufgabe gemacht, sie zu bekehren ... Und zwar auf seine ganz spezielle Art. Diese ist alles andere als jugendfrei, erschreckend betörend und hält sich keineswegs an den Knigge.
Sein Angebot: nächtliche Spielstunden gegen tägliches Anstandstraining.
Letztendlich müssen sich beide jedoch entscheiden, zwischen
Rock oder Liebe.



Also wie ihr seht ... wir haben noch einiges zu tun und sind immer schön fleißig, damit ihr mit euren Drogen versorgt werdet.
Auf was freut ihr euch am meisten?

Sonntag, 3. Mai 2015

DARK DEMAND - Liebe ohne Hard Limits








Gentleman in der Öffentlichkeit, Bastard im Bett. Das ist Alec Morgan.
Als er eines Tages eine weibliche Chauffeurin und Personenschützerin einstellt, ist sich der attraktive CEO sicher, komplett wahnsinnig geworden zu sein. Vor allem, weil ihn die junge Frau vom ersten Moment an in ihren Bann zieht – ohne dass er es kontrollieren kann.
Gleichzeitig merkt der erfahrene Dom sofort, dass sie alles andere als devot ist und versucht sie mit allen Mitteln davon abzuhalten, weiter in seine spezielle Welt der Lust einzutauchen. Vergebens.
Um vollkommen ihm zu gehören, tut die wunderschöne Samantha Stone alles, und ihr fällt es immer leichter, sich seinen dunklen Forderungen zu ergeben.
Als er die Gründe für ihr Auftauchen erfährt, befinden sie sich längst in einem verhängnisvollen Strudel aus Lust und Liebe.
Wirst du für die Liebe kämpfen, wenn sie dir alles nehmen könnte?
Eine romantisch-erotische Geschichte über Dominanz und Unterwerfung, Grenzüberschreitungen, falsche Motive, die einzig wahre Liebe und wie sich Menschen für diese ändern können.
DARK DEMAND - den neuen BDSM - Bestseller gibt es hier zu kaufen! Lesen auf eigene Gefahr!
http://www.amazon.de/Dark-Demand-Don-Both-ebook/dp/B00WV03JBE/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&sr=&qid=

Mittwoch, 25. Februar 2015

Sonntag, 6. Juli 2014

Fast vergessen ...

Es ist bereits ein weiterer Teil vom Tower erschienen!
The Tower - Bad Love!

http://www.amazon.de/Bad-Love-The-Tower-2-ebook/dp/B00KN9O00Y/ref=cm_cr_pr_pb_t



Kurzbeschreibung

Maddox Price, bekehrte Verführungsmaschine, hat sein pinkes Biest Leona Churchill endlich gezähmt. Sie ist die Frau, die bis an sein Lebensende unter ihm liegen darf. Nur leider ... fällt dem fleischgewordenen, feuchten Traum die Abstinenz von Sex mit anderen nicht so leicht wie anfänglich angenommen. Hinzu kommt, dass sich seine kleine, verwöhnte Schwester Lilly urplötzlich entschließt, aus der Versenkung aufzutauchen – mit einem lebensgefährlichen Problem im Schlepptau.
Währenddessen läuft Leo völlig untypisch Gefahr, sich total in der dunklen, sinnlichen Macht zu verlieren, die nur Mad über sie besitzt. Doch trotz der sanft aufkeimenden und sehr prickelnden Gefühle ... möchten sie alle eines auf keinen Fall: verlieren – wie auch immer.

Lust, Intrigen, Verwicklungen und Schicksalsschläge, wie sie das Leben schreibt. Unzählige Möglichkeiten, Menschen und Meinungen, Liebe und Hass. Tabulose Erotik.

»The Tower II«

Nach "Mad Love" der zweite Teil aus der Serie fürs Kopfkino. Jeder Teil ist ENTWEDER von Kera Jung ODER Don Both geschrieben, aber in sich abgeschlossen und mit einem hübschen Happy End versehen!

 

 

 

 

Montag, 24. März 2014

Bald bei Amazon erhältlich ....

Lust, Intrigen, Verwicklungen und Schicksalsschläge, wie sie das Leben schreibt. Unzählige Möglichkeiten, Menschen und Meinungen, Liebe und Hass.
Tabulose Erotik.
»The Tower«
Die neue Serie fürs Kopfkino.
Jeder Teil ist entweder von Kera Jung oder Don Both geschrieben, aber natürlich einzeln abgeschlossen! 


 

Freitag, 14. Februar 2014

Das Warten hat ein Ende!

Für alle die es noch nicht mitbekommen haben!
Hier ist, wie versprochen, der zweite Teil des Amazon-Bestsellers!





Montag, 15. Oktober 2012

Kapitel 4



Kapitel 4

Bei unserem ersten Gang zur Wasserstelle lief alles gut, also begleitete er mich für die nächsten sechs Wochen jeden Morgen und Abend dorthin. Und nicht nur er…
 Ich fühlte mich die ersten Male aus jedem Busch und Farn beobachtet. Immer wieder raschelte es neben mir ihm Gebüsch und ich fragte mich, ob uns vielleicht die Taliban, vielleicht sogar mein Mann oder meine Brüder verfolgten, aber am dritten Abend sah ich sie dann: Zwei stechende, in der Dunkelheit gelb strahlende Augen und lächelte. Mein einsamer Freund, war anscheinend ein treuer Geselle. Ab diesem Abend ließ ich immer ein Stück getrocknetes Fleisch irgendwo liegen. Ich wollte ja nicht, dass mein Verbündeter verhungerte.
Irgendwann zeigte ich den Soldaten den Fluss. Sie freuten sich über das saubere Wasser wie Kinder und sprangen gleich hinein… NACKT. Ich senkte meinen Kopf und hoffte Allah möge mir das alles verzeihen. Ich schämte mich zutiefst dafür was ich schon alles gesehen hatte. Ich wollte am liebsten ein Loch in den Boden graben und darin verschwinden und dennoch musste ich grinsen, als ich mit geschlossenen Augen hörte, wie sie sich ins Wasser stürzten, sich bespritzten und dabei vor Freude jauchzten, wie kleine Jungs.
Ich fing an für die Männer Tee zu kochen. Zuerst waren sie verwundert, weil ihnen eine Frau wie ich Tee machte. Und so nahm ich an das sie Gastfreundschaft nicht gewöhnt waren. Aber letztendlich stürzten sie sich auf ihn wie Wölfe. Mein Tee wurde immer beliebter. Ich lernte sie alle ein bisschen besser kennen und merkte, dass die meisten von ihnen mich nicht absichtlich verunsichern wollten. Mittlerweile wusste ich, dass sie einfach die Regeln meines Glaubens nicht kannten. Sie wollten mich nicht zu Fehlern provozieren, sie verhielten sich einfach so wie sie es aus ihrer Heimat gewöhnt waren. Anscheinend war es in England, denn dort kamen sie her, normal, dass man fremden Frauen in die Augen sah und sie berührte, und dass man sich vor ihnen auszog. Mich schockierte das alles noch ziemlich und ich zog mich meistens in mein halbes Zimmer zurück, oder ich streifte ein wenig durch die Berge. Jetzt konnte ich es tun, jetzt gab es keinen Ehemann mehr, der mir befahl im Haus zu bleiben.
Meistens kamen Nick, Hugh oder Jack mit. Mit Nick verstand ich mich am besten, weil wir beide immer schwiegen. Uns blieb ja auch nichts anderes übrig, weil wir uns nicht verständigen konnten. Wir verstanden uns auch ohne Worte. Ein paar Handzeichen reichten aus und es war nicht mal peinlich. Er war anscheinend der Mediziner in der Runde, denn er kümmerte sich um die kleinen und größeren Wehwehchen der Soldaten und hatte ja auch meine Wunde versorgt, also zeigte ich ihm ein paar Kräuter und Pasten, die ich kannte. Er musste nicht wissen, dass normalerweise die Taliban aus der Truppe meiner Brüder zu mir gebracht wurden, wenn sie krank oder verwundet waren, und dass ich mir die letzten Jahre ein enormes medizinisches Wissen, auch über Heilkräuter, angeeignet hatte. Nick war ruhig und bedacht. Er machte nie einen Schritt, ohne zu prüfen auf was für einem Untergrund er auftreten würde. Er schätzte seinen Gegenüber immer genau ab, bevor er sich auf jemanden einließ. Ich war anscheinend bei seiner Prüfung durchgekommen, denn ansonsten würde er niemals freiwillig mit mir umherstreifen, so meinten Hugh und Jack zumindest.
 Mit Hugh war das etwas ganz anderes. Er sprach mit Händen und Füßen und Lauten die ich noch nie zuvor in meinem Leben gehört hatte und die mich oft zum Lachen brachten und Saya… tja,  sie liebte ihn. Schon nach fünf Tagen ging sie total unbefangen mit den Soldaten um, etwas das ich auch nach einiger Zeit nicht zustande brachte. Sie lief oft mit ihnen umher, doch zu Hugh schien sie eine besondere Verbindung aufgebaut zu haben. Ich stand oft verzückt da und beobachtete mit einem glückseligen Lächeln auf den Lippen, wie sie von ihm durch das rot schimmerndes Schlafmohnfeld  vor unserem Hof gejagt wurde, wie er sie vor der untergehenden Sonne nach oben warf und sicher wieder auffing. Es war ein Bild, das so viel Liebe und Harmonie wiederspiegelte: Zwischen Soldat und Zivilist, zwischen Afghane und Engländer. Und das mitten in diesem Chaos und diesem harten Krieg in dem wir uns befanden.  Einfach nur zwei Menschen.  Und dennoch war sich jeder seines Platzes bewusst.
Sayas sorgloses Lachen tönte meist den ganzen Tag lang über den Hof, weil sie immer irgendwen mit ihrem kindlichen Charme einwickelte und ihn dazu brachte mit ihr zu spielen. Ich sah sie richtig aufblühen und auch wenn ich noch misstrauisch war, so vertraute Saya den Männern schon komplett, aber sie hatte einfach noch nicht so viel erlebt und gesehen wie ich. Ich war dankbar dafür, dass sie vor unvoreingenommen war und betete zu Allah, dass sie nicht enttäuscht werden würde.  Ich wusste wieso sie Hugh so gern mochte. Er machte es einem mit seiner witzigen offenen Art und seinem ulkigen Aussehen leicht ihn zu mögen und ich verstand vollkommen wieso er anscheinend Jacks bester Freund war.
Wenn ich mit Hugh unterwegs war dann versuchte er sich immer mit mir zu unterhalten. Oder nein, unterhalten war eigentlich nicht das richtige Wort für das, was wir taten. Er plapperte einfach drauf los und hörte nicht mehr auf, auch wenn ich kein Wort verstand. Ich ließ ihn erzählen, machte AH´s und OH´s an den richten Stellen, wenn zum Beispiel eine Bombe hochging, das konnte er perfekt nachmachen, und schaute traurig wenn er etwas leise und langsam erzählte.
Die drei Männer könnten unterschiedlicher nicht sein, aber wenn sie zusammen waren bildeten sie ein perfektes Team. Ich hatte immer eine riesige Freude daran sie vom Fenster aus heimlich zu beobachten, Allah möge mir vergeben, dass ich mich an ihren Späßen und ihrem Lachen nicht satt sehen konnte.
Aber da waren noch viele andere Soldaten, lange nicht alle waren so gut auf mich zu sprechen.
Der mit der Glatze war anscheinend der Kommandant der Männer. Er hieß Sergeant Gerrit. Ich konnte mir das nie merken. Er tolerierte mich, aber er sprach nie mit mir,  genauso wie die meisten der anderen Männer, außer wenn es Tee gab, was mir nur Recht war.
Die ersten paar Tage war ich noch bis zum Bersten gespannt, wenn ich über ihr provisorisches Lager gehen musste, um Kräuter für meine Salben zu holen oder die Hühner zu füttern, aber nach zwei Wochen war ich es nicht mehr.
Jack, Hugh, Nick, der Kommandant und ein paar andere schliefen auf den Teppichen im Haus, was mich Anfangs schwer verunsicherte.  Noch nie hatte ich mit  einem Mann, außer meinen Brüdern und natürlich meinem Angetrautem, in einem Raum geschlafen. Doch ich hatte gemerkt, dass meine Sorgen unbegründet waren, denn sobald sie in ihre Schlafsäcke krochen, schnarchten sie auch schon im Chor.
So vielfältig und bunt meine Tage mit einem Mal waren, so kamen in der Nacht dafür die Ängste doppelt so stark zurück.
Ich fragte mich, wo mein Mann war. Ob er beim Kampf gefallen war und ob er wohl zurückkommen würde, wenn die Soldaten abzogen. Was er wohl für Gründe hatte, um davon zu rennen? Ich hatte Angst davor was er tun würde, wenn er irgendwann zurückkam. Könnte ich ihn anlügen, all die unflätigen Dinge verheimlichen die ich getan und gesehen hatte, oder würde er mich gar nicht erklären lassen und mich gleich umbringen? Wenn die Soldaten abzogen, dann wären Saya und ich komplett schutz- und- mittellos. Was würden wir dann tun, wenn er NICHT nachhause kam? Meine Brüder waren im Land verstreut, oder versteckten sich wahrscheinlich schon in Pakistan? Mama und Papa waren tot, meine Cousins auch bei den Taliban… ich hatte niemanden. Aber darüber machte ich mir noch keinen Kopf, denn Jack hatte gesagt, er würde noch drei Monate mit seiner Truppe bleiben. Was danach kommen würde, war allein Allahs Wille. Ich würde es hinnehmen, was auch immer er für mich geplant hatte, denn ich wusste er würde mir den rechten Weg weisen.

Eines Morgens nach dem Gebet, entschied ich mich dazu schon viel früher Wasser holen zu gehen, weil ich den Männern Brot backen wollte. Schließlich hatte Nick mir für die Schäden am Haus sehr viel Geld gegeben, dann kam auch noch Hugh und steckte mir was für den Tee zu, den ich ihnen täglich machte. Eine unmögliche Summe wohlgemerkt und Saya gab er doppelt so viel… und ein paar Tage darauf kam auch noch Jack todernst zu mir und meinte er müsse mich im Auftrag der britischen Regierung dafür bezahlen, dass sie ihr Lager auf meinem Hof aufschlagen durften. Ich wollte all das Geld nicht annehmen, doch ich hatte keine andere Wahl, so auf mich allein gestellt, wie ich war, da musste ich mich aber wenigstens als gute Gastgeberin zeigen.
Also schlich ich mich vorsichtig die Treppen nach unten. Es dämmerte schon und die Sonne ging auf, so konnte ich die Konturen der männlichen Körper überall auf dem Boden verstreut erkennen. Wie immer bahnte ich mir zwischen ihnen vorsichtig einen Weg und schrie fast auf, als mich eine Hand plötzlich an meinem nackten Knöchel packte. Die Hände die ich mir automatisch vor meinen Mund schlug, hatten den Schrei zum Glück verschluckt. Eine Taschenlampe leuchtete mir ins Gesicht und ich blickte schockiert herab, doch entspannte mich sofort, als ich Jacks melodische, aber leicht kratzige Stimme hörte.
„Was tust du?“, flüsterte er um die anderen nicht zu wecken, ließ meinen Knöchel los und setzte sich auf um sich verschlafen über das Gesicht zu reiben.
„Ich hole Wasser.“, flüsterte auch ich.
„Um diese Uhrzeit?“ er schaute auf die Automatikuhr an seinem Handgelenk. „Es ist halb sechs Uhr morgens.“ Dann stand er auf und streckte sich in alle Richtungen. Mit trockenem Mund sah ich ihn an. Würde ich jetzt Ärger bekommen, weil ich ihn geweckt hatte? Ich wollte ihn auf keinen Fall verärgern!
„Du hast gesagt ich darf machen was ich will… Ich…“ er runzelte die Stirn und hielt mir plötzlich den Mund zu. Ich verstummte abrupt, als seine Haut meine Lippen berührte.
„Nahla, hör auf damit dich immer vor mir zu rechtfertigen.“
Ich nickte und er ließ die Hand sinken. „Dann gehen wir eben um halb sechs in der Früh Wasser holen.“, verkündete er wieder grinsend und zog sich einen schwarzen, weiten Pullover über, der unsagbar gemütlich aussah.  Seine Hose hatte er schon an, natürlich schnallte er sich einen der unzähligen Pistolengurte um, die er sonst so trug und zeigte mir mit einer leichten Verbeugung, dass ich vorgehen sollte. Bei Allah, das war ich nicht gewöhnt, ständig tat er diese Dinge. Er hielt mir Türen auf, verbeugte sich vor mir und trug auch noch immer meine Eimer. Diese Gesten würden niemals aufhören mich zu schockieren. Ich fühlte mich gleichzeitig zutiefst geehrt und unglaublich beschämt.
Schweigend machten wir uns auf den Weg zum Fluss. Er kannte die Strecke schon gut, und so musste ich ihn nicht mehr führen. Natürlich ließ ich im Gehen wieder ein Stück Fleisch fallen.
Locker rauchte der große Mann seine Zigarette, während er lautlos hinter mir herging, immer bereit mich abzufangen, sollte ich wieder mal vorhaben zu stolpern und er murmelte irgendwas auf Englisch vor sich hin. Es klang mürrisch und ich bekam bedenken, so ganz alleine mit ihm in der einsamen Steppe. Vielleicht war er ja doch wütend auf mich, doch als ich mich zu ihm umdrehte und ihn vorsichtig anlinste, verdrehte er die Augen.
„Sieh mich nicht immer so an, als würdest du jeden Moment einen Schlag erwarten. Ich habe dir gesagt ich werde dir nichts tun und ich stehe zu meinem Wort.“ Konnte der Mann etwa meine Gedanken lesen, oder war ich wirklich so leicht zu durchschauen, ich schluckte.
„Das bin ich nicht gewöhnt.“, das erste Mal seitdem diese Männer gekommen waren, fing ich ein Gespräch mit ihm an. Er zog an seiner Zigarette und holte auf, so dass wir nebeneinander den Berg herab gingen. Seine schweren Schuhe knirschten auf dem Schotter.
„Was bist du nicht gewöhnt?“, fragte er ehrlich neugierig.
Ich atmete tief durch… und fragte mich ob ich ihm die Wahrheit sagen und dieses Gespräch weiter laufen lassen sollte. Ich wusste es einfach nicht, sollte ich tatsächlich einfach so sagen was ich dachte? Er durchschaute mich schon wieder.
„Ich weiß, du hast gelernt nicht das zu sagen was du denkst, sondern das was man von dir verlangt, weil du sonst bestraft wurdest, aber bei uns ist das nicht so. Bei uns dürfen die Frauen das sagen was sie denken und auch wenn die Männer dann wütend werden und es ihnen nicht gefällt, so würde ein normaler Mann niemals eine Frau schlagen. So etwas ist bei uns verboten, dafür gibt es sogar Strafen.“
Jetzt hatte er meine volle Aufmerksamkeit, ich starrte ihn an. Ungehindert schossen die Worte aus meinem Mund in die Morgendämmerung. „Bei euch gibt es Strafen dafür wenn ein Mann eine Frau schlägt?“, rief ich aus und er schaute mich breit grinsend an, anstatt mich zu maßregeln das ich meine Stimme zügeln sollte. Erst als die Worte meinen Mund verlassen hatten wurde ich mir dessen bewusst und schlug die Augen nieder.
„Jeah, die Schweinehunde die so etwas tun, kommen vor Gericht und oft ins Gefängnis. Und das ist auch richtig so, bei uns gelten Mann und Frau als gleichberechtigt.“ Ich konnte mir das gar nicht vorstellen. Eine Frau die einem Mann ebenbürtig sein sollte? Auf einer Augenhöhe? Wie sollte das gehen?
„Weißt du. Als ich klein war hat mich meine kleine Schwester immer terrorisiert.“, sprach er leise lachend weiter. „Sie hat mir immer befohlen was ich zu tun und zu lassen hatte. Sie war unser kleiner Diktator und hat mich oft zur Weißglut getrieben, aber ich wäre niemals auf die Idee gekommen ihr deswegen weh zu tun und mein Vater auch nicht. Na gut warte… das war gelogen… als wir klein waren haben wir oft gerauft, aber sie hat immer gewonnen.“
„Deine Schwester hat dich terrorisiert und KEINER hat sie dafür bestraft?“
„JA und wie! Sie hat mir Haarspangen in die Haare gemacht und einmal hat sie mich sogar geschminkt, du musst wissen sie war vier Jahre älter als ich und ein wahrer Wirbelwind, ich war schüchtern und ruhig und wollte einfach meine Ruhe haben, ich hatte nie eine Chance gegen sie.“ Ich musste einfach lachen, weil ich mir den starken Soldaten Jackson Cooper mit Haarspangen und Schminke im Gesicht vorstellte. Aber alles andere war für mich unvorstellbar. Ein Mädchen, das einen Jungen terrorisiert? Ungläubig schüttelte ich den Kopf.
„Weißt du… wir sind nicht hier um für euch Frauen zu kämpfen und das tut mir unsagbar Leid… Nahla wirklich. Wenn ich könnte, würde ich jeden Bastard aufschlitzen der Hand an so ein wunderbares Geschöpf wie dich legt. Ich wünschte, du würdest mir glauben, dass ich dir oder deiner Schwester niemals wehtun werde. Ich bin nicht so ein übler Kerl, wie die Männer mit denen du bist jetzt zu tun hattest, weißt du.“ Ich sah ihn an und hoffte, dass er die Wahrheit sprach. Mein Herz schlug mit einem Mal sehr schnell in  meiner Brust. ER hatte mich wunderbares Geschöpf genannt…. Seine Augen strahlten durchdringlich in der vor Helligkeit schimmernden Dunkelheit. Ich schluckte weil die Luft zwischen uns förmlich anfing zu prickeln.
„Ich will dir glauben“, hauchte ich. „das du ein guter Mann bist.“ Das wollte ich wirklich und er tat auch alles dafür um mich davon zu überzeugen, aber in wie weit konnte ich ihm Vertrauen schenken? Konnte ich überhaupt etwas ANDERES tun als ihm zu vertrauen? Irgendwie hatte ich das Gefühl das mein Leben schon vom ersten Augenblick an in seinen Händen lag.

CUT!!!!!

Jeah, dat wars…. Da öffnet sich KleinNahla Jack gegenüber ein bisschen und Saya hat Hughs Herz sowieso schon längst erobert. Er eures vielleicht auch?????
Ich danke euch für eure lieben Kommentare, sie ermutigen mich sehr zum Weiterschreiben!!!
Danke an meine Sofia P! Wir haben uns mit dieser Geschichte schon ein paar Nächte um die Ohren gehauen und ich möchte keine davon missen, auch wenn ich am nächsten Tag wie ein Zombie rumgelaufen bin! Natürlich auch Danke an mein HülyaBaby! Sie hat mir so wie immer tatkräftig mitgeholfen und DANKE an meine Beta Adrenalin alias Moni, die immer die bösen, bösen Rechtschreibfehler wegzaubert!
Ähm, das ich immer noch todkrank bin und mit Grippe flach liege, werde ich mich hier auch schon verabschieden und versuchen mich auszukurieren ;)
Knutschis an auch! *Milch mit Honig schwenk*
Eure Bethy


Den Rest könnt ihr bald bei Amazon lesen. Link folgt!


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Kapitel 3



Kapitel 3

Nach fünf Stunden gab es eine Feuerpause. Ich wusste, dass dies hier noch tagelang so weiter gehen konnte, denn die Taliban, waren bekannt für ihren langen Atem. Sie hätten so vielen Menschen Leid erspart wenn sie eine Niederlage anerkannt hätten, doch das entsprach nicht ihrer Mentalität.
Ich und meine Schwester hatten kein Auge zugemacht, wie denn auch bei dem Krach? Zwischendurch ließen die Soldaten zwei Bomben auf die Taliban regnen, doch entweder sie verfehlten ihr Ziel oder sie waren zu weit zerstreut. Auf jeden Fall ging es fünf Minuten nach den Detonationen schon wieder weiter. Wir saßen hier zwischen all den Soldaten, die es sich mittlerweile gemütlich gemacht hatten und waren… Gefangene. Vorsichtig betrachtete ich sie und war verwundert. Keine mit Aggressivität gefüllten Augen warteten darauf, dass ich etwas falsch machte, wie die meines Ehemannes. Wir wurden komplett ignoriert, als wären wir gar nicht da und so lehnte ich mich fast schon entspannt gegen die Mauer und schaute mir mit Saya die Sternenbilder an.
Schon bald würde es dämmern und langsam kehrte Ruhe ein. Wir beteten in Richtung Mekka, ohne uns davor mit Wasser zu reinigen, stattdessen nahmen wir Sand her. Danach war Saya mit ihrem Kopf in meinem Schoß eingeschlafen, sobald der letzte Schuss gefallen war. Die Arme war todmüde und hatte es sich verdient zu ruhen. Heute hatte sie wirklich Tapferkeit bewiesen.  Aber so war Saya eben. Ein großes Herz das die Welt umarmen konnte und viel Mut vereinten sich in ihrem zierlichen Körper. Obwohl ich die Große von uns beiden war, immerhin trennten uns sechs Jahre, war sie mir mehr Stütze als ich es einem Mädchen in ihrem Alter eigentlich zumuten wollte. Aber sie war es, die zu mir ins Bett krabbelte und mich tröstete, wenn ich vor Verzweiflung die Tränen nicht mehr zurück halten konnte. Sie war es, die mir zuflüsterte, dass ich stark und schön war, und dass sie stolz auf mich war. Sie war es, die anfing das Lied von Mama zu singen und ich war es, die mit mitsang.  Als Gegenleistung wollte sie alles über Mama wissen. Leider konnte sie sich nicht mehr an sie erinnern,  und so war ich an die Stelle unserer Mutter getreten. Saya war alles für mich, sollte ich sie jemals verlieren, würde ich mich selbst verlieren. Ihr konnte ich vertrauen und ich wusste, dass sie mich aufrichtig und grenzenlos liebte. Das war alles was mir noch auf diesem Schlachtfeld des Lebens geblieben war und doch war es mehr als ich mir erhoffen konnte. Sie war der einzige Grund, der mich am Leben hielt und mich weiter kämpfen ließ.

In diesem Moment würde ich normalerweise den Ofen anheizen, Wasser vom naheliegenden Fluss holen und die Tiere versorgen. Aber ich glaubte nicht, dass mich die Soldaten einfach über den Hof spazieren lassen würden, um nach der Kuh zu sehen, oder dem was noch von ihr übrig war.
„Lass uns deine Wunde versorgen.“ Ich hatte gar nicht gemerkt, dass mein Retter neben mir in die Hocke gegangen war. Vor uns stand auch der große blonde Mann mit den kalten Augen. Mich schüttelte es, als ich ihn ansah und schnell senkte ich wieder den Blick.
„Nein, ist schon gut.“ Ich wollte an meine Stirn fassen und zuckte zusammen, als plötzlich seine Hand nach vorne schoss. Reflexartig hob ich den Arm und duckte mich in Erwartung des Schlags. Schließlich hatte ich ihm so respektlos widersprochen.
Aber er schlug mich nicht, sondern zog meine Hand wieder nach unten, so dass ich mich nicht an meiner Wunde berühren konnte. Vorsichtig linste ich ihn über meinen Arm an. Seine dunklelblauen Augen funkelten mich wütend an. Mir wurde ganz schlecht und ich fragte mich wohin ich mich jetzt verkriechen konnte, um dem, was gleich kommen würde, zu entfliehen. Doch komischerweise nahm er auch meinen noch erhobenen Arm, langsam und vorsichtig und zog ihn herab, damit er mein ganzes Gesicht sehen konnte.
„Ich werde dich niemals schlagen.“, sagte er langsam und betonte jedes Wort dabei. Seine Augen strahlten dabei vor Ehrlichkeit und mein Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen. Ich wusste nicht, ob ich ihm glauben sollte. Männer konnten so viel sagen und es ja doch nicht so meinen…
„Aber du bist wütend.“, flüsterte ich schon fast. Es war mir unangenehm, dass er immer noch meine Hand fest hielt, aber ich hatte Angst mich ihm zu entziehen. In einer frustrierten Geste strich er sich mit einer Hand über die raspelkurzen Haare. Die meisten, auch er, hatten mittlerweile ihre Helme und diese komischen Brillen abgesetzt und es sich hier hinten gemütlich gemacht.
„Ich bin wütend, weil du Angst vor mir hast.“ Das war für mich unverständlich. Ich konnte nicht glauben was ich gehört hatte.
„Oh… entschuldige.“ Etwas anderes fiel mir dazu nicht ein. Er warf seinen Kopf zurück und lachte schallend. Ich grinste auch ein bisschen verunsichert, erwartete aber immer noch insgeheim einen Schlag.
„Entschuldige dich nicht. Ich bin nicht auf dich wütend!“ Aber auf wen denn dann, wenn nicht auf mich? Doch ich traute mich nicht weiter zu fragen, dass stand mir schließlich nicht zu. Ich runzelte die Stirn und schaute auf seine Hand die meine hielt. Sie war groß und rau, aber sein Griff war sanft. Meine Hand schien komplett in seiner  zu verschwinden. Von seinen Fingern ging ein warmes Kribbeln auf mich über.
„Lässt du dich untersuchen, bitte?“, fragte er mit sanfter Stimme. So  hatte noch nie ein Mann mit mir gesprochen und dann auch noch die Bitte. Vor Schock sah ich ihn wieder an und schüttelte schnell den Kopf. Er war kein Arzt! Das schien ihn umso mehr zu frustrieren und er wendete seinen Blick kiefermahlend ab.
„Wieso nicht?“
„Ich darf mich nicht von einem fremden Mann berühren lassen“, murmelte ich.
„Dann eben ohne Berührung?“ er klang schon wieder so wütend das ich aus Angst tat was er wollte.
„Nick!“, er winkte harsch einen von den Soldaten herbei, mit denen er vorher so ausgelassen gelacht hatte. Dieser ging vor mir in die Knie und am liebsten wollte ich mit der Mauer in meinem Rücken verschmelzen, denn es war der furchteinflößende, Mann mit den stechend blauen Augen und einer dicken Narbe über dem rechten Auge. Mit verschränkten Armen blieb der Soldat der anscheinend ihr Anführer war, neben uns stehen. Ich sah mit roten Wangen auf den Boden vor mir. Die Hand die er gehalten hatte, kribbelte immer noch und ich rieb meine Finger.
Der Mann vor mir sagte irgendwas mit ruhiger, angenehmer Stimme, aber ich verstand ihn nicht.
„Ist dir schwindlig?“, übersetzte mein Retter und ich fragte mich wieso er meinen Dialekt so fließend sprach. Ich schüttelte den Kopf, ohne die beiden anzusehen.
„Ist dir übel?“, wieder verneinte ich.
Der Mann mit der Narbe redete wieder und ich zuckte zusammen, als er mich am Kinn greifen wollte, um meinen Kopf anzuheben. Bei Allah, ich würde mich nie daran gewöhnen! Der Anführer zischte ihm etwas zu, woraufhin der Blonde der eigentlich so kalt und sachlich wirkte ihm einen belustigten Blick zuwarf und zwinkerte. Das machte ihn für mich sofort sympathischer. Während der, dem der Blick gegolten hatte frustriert schnaufte und die Augen rollte. Dabei bekam der Blonde einen leichten Schubs, so dass er fast das Gleichgewicht verlor.
Ohne es zu bemerken, entkam mir ein Kichern, dann schlug ich auch schon schockiert meine Hände vor den Mund und starrte den Anführer panisch an. Er lächelte fast schon verträumt und sah mich an, doch als mein panischer Blick ihn traf runzelte er die Stirn und wieder zeichnete sich Wut in diesen ausdrucksstarken Augen ab.
„Du darfst lachen, weißt du?“, knurrte er mich plötzlich an. „Du darfst sogar noch viel mehr! Du darfst sagen was du willst! Du darfst uns sogar beschimpfen, wenn dir etwas nicht passt! Wir werden dir nichts tun! Wir sind nicht wie die!“ Ich wich zurück, weil er mich mit einem Mal so anschrie und war mir plötzlich sicher, dass er mir doch jeden Moment etwas antun würde. Aber der andere Soldat stand auf und stellte sich zwischen uns. Er redete auf den wütenden Mann ein, woraufhin dieser sich mit Schwung umdrehte und davonmarschierte.
Danach hockte er sich wieder mit verschlossenem Gesichtsausdruck auf seinen ausdrucksstarken Zügen vor mich. Er hatte den anderen davon abgehalten noch wütender zu werden und somit verhindert, dass er mir wehtun konnte. Aggressive Männer waren schließlich unberechenbar, dafür war ich ihm dankbar. Das hatte noch nie jemand für mich getan.  Vorsichtig und langsam berührte er andeutungsweise mein Kinn, so dass ich den Kopf hob und ihn ansah. Unverhofft leuchtete er mir mit einer kleinen Taschenlampe in jedes Auge.  Immer wenn ich zusammenzuckte machte er leise beruhigende Laute und schnalzte mit der Zunge wie die Reiter es mit ihren Pferden machten. Ich fragte mich ob er mir vielleicht damit einen Befehl geben wollte, oder ob man in ihrem Land so mit den Frauen sprach. Als nächstes schaute er sich meine Wunde an und verzog dann sein Gesicht zu einer Grimasse. Nachdenklich sah er neben sich auf den Boden zu einer kleinen Tasche, die ich zuvor noch gar nicht bemerkt hatte, wühlte darin herum und zog ein weißes Fläschchen zusammen mit einem viereckigen Stück Stoff heraus. Er tat so als würde er es sich auf die Stirn kleben. Dabei sah er mich fragend an. Ich biss mir auf die Unterlippe, verstand und nickte schließlich, in der Hoffnung, dass er meine Haut vielleicht nicht berühren würde. Als er sich ans Werk machte bat ich bei unserem allmächtigen Allah um Vergebung, aber ich wusste das hier musste sein. Seine Hände waren sanft und rücksichtsvoll, ich merkte, dass er mir keine weiteren Schmerzen zufügen wollte, als er etwas Kühles draufsprühte, es abwischte und dann meine verletzte Haut mit dem viereckigen, weißen Stoffding zuklebte. Ich war verwundert von dieser bedächtigen Behandlung. Noch niemals zuvor war ich so behutsam von einem Mann angefasst worden, wie von diesem düsteren Soldat vor mir. Als er fertig war, nickte er nur knapp. Noch ehe ich mich bedanken konnte war er schon aufgestanden und mit schnellen Schritten davonmarschiert. Ich blieb mit Saya die immer noch schlief, sitzen und befühlte vorsichtig das Stück Stoff das die Wunde auf meiner Stirn schützte.
Dieser Mann war so nett zu mir gewesen, dabei hatte er keinen Grund dazu gehabt. Sie waren alle ganz anders, als das was ich bisher kennen gelernt hatte. Wieso taten sie das nur und verschwendeten ihre Medizin und ihre Zeit für mich?  Ich war verwirrt und verunsichert, aber ein kleiner Keim Hoffnung ging in mir auf. Vielleicht, waren nicht alle Männer so wie die, mit denen ich bisher zu tun hatte.

Als die Sonne aufgegangen war und sich die Luft um uns herum weiter erhitzte, kamen immer noch keine Schüsse und die Soldaten entspannten sich merklich.  Als sie anfingen sich auszuziehen wusste ich nicht was ich tun sollte. Ich fühlte mich so schrecklich unwohl und starrte auf den sandigen Boden vor mir, bis Stiefelspitzen in mein Blickfeld traten. Als ich hochsah schaute ich geradewegs in die amüsiert, funkelnden Augen, des Anführers.
„Du würdest jetzt am liebsten sterben, oder?“
Wieso sollte ich denn bitte JETZT sterben wollen? Bei Allah, was war das denn für eine Frage? Wollte er mich etwa doch TÖTEN? Als ich ihn panisch ansah lachte er leise und hielt mir seine Hand hin.
„Der Kampf ist vorbei, du kannst jetzt ins Innere des Hauses, oder in das was davon noch übrig geblieben ist, wenn du willst.“ Wenn ich will? Er hatte mich gefragt was ICH wollte, nicht von mir verlangt das zu tun was ich zu wollen hatte. Das war nett von ihm, und das obwohl er so wütend auf mich gewesen war. Ich war froh, denn er schien es nicht mehr zu sein und so lächelte ich ihn schüchtern an  und verlagerte vorsichtig das Gewicht unter meiner kleinen Schwester. Sie schlief weiter wie ein Stein, auch als ich mich umständlich und in Zeitlupe unter ihr hervorschob. Meine Beine waren eingeschlafen und fast klappte ich zusammen, als ich mich mit Hilfe der Wand, nicht seiner Hand aufgerappelt hatte, doch ich schaffte es stehen zu bleiben. Auf der Lippe kauend schaute ich auf meine kleine Schwester herab. Ich wollte sie nicht hier zwischen all den fremden Männern liegen lassen, aber aufwecken wollte ich sie auch nicht.
Der Anführer konnte anscheinend meinen Blick deuten, denn er winkte den Riesen herbei und sagte etwas zu ihm. Dieser ging vorsichtig vor Saya in die Hocke und hob sie auf seine muskeldurchzogenen Arme. Sie sah dort aus wie ein zerbrechliches Stöcklein, aber sein Gesicht war so aufmerksam auf sie gerichtet, dass ich wusste, er würde auf sie Acht geben. Ich hatte es schon an der Art gesehen wie er sie hochhob und war wieder mal verwundert, wenn nicht sogar erschüttert.
„Wo schlaft ihr normalerweise? Willst du es mir zeigen?“, fragte mich ihr Anführer mit seiner weichen, ruhigen Stimme und ich nickte. Mit schnellen Schritten führte ich sie ins Innere des Hauses, die einfache Steintreppe ohne Geländer nach oben. Wir stiegen über feinen Staub und große Gesteinsbrocken. Eine komplette Wand fehlte, auf einmal fühlte ich mich unbehaglich. Er sagte sie würden dort vorerst eine Plane anbringen, um ein bisschen Privatsphäre für uns zu schaffen. Ich zeigte ihnen wo Sayas Schlafplatz war und der Riese legte sie vorsichtig ab. Sie regte sich nicht, sondern schlief tief und fest weiter, während ich sie zudeckte. Ich lächelte bei dem Anblick ihres entspannten Gesichtes, strich ihr über die Haare und ging dann zu meinem kaputten Holzschrank. Ich fühlte mich nackt ohne mein Kopftuch und so griff ich mir das erstbeste und wollte es mir umlegen, aber eine Hand hinderte mich daran. Ich kannte diesen Griff schon und drehte mich fragend zu ihm um. Die Sonne ging rot strahlend hinter ihm auf und sein Anblick verschlug mir für ein paar Sekunden die Sprache.
Er schüttelte den Kopf. Seine Augen waren sanft und offen. Meine wurden umso größer. Er nahm das Kopftuch aus meiner erstarrten Hand und ich fühlte wie mein Herz anfing schneller zu schlagen. Langsam näherte er sich mit angespanntem Blick dem Fenster und ich bekam keine Luft mehr.  Er warf es einfach hinaus.
„NEIN!“, rief ich gedankenlos aus und sprang zum Fenstersims. Ich konnte gerade noch sehen wie es in einer gleißenden Bewegung, dem Boden entgegenwippte und dort schließlich wie ein roter Schandfleck liegen blieb. Schockiert schlug ich meine Hände vor dem Mund. Das konnte er doch nicht tun! Er konnte mir nicht verbieten es zu tragen! Ohne mein Kopftuch war ich nicht vollwertig, ich fühlte mich nackt.
Allah, vergib  mir. Ich war hier mit einem fremden Mann in meinem Schlafgemach. Dafür würde ich in der Hölle schmoren, und das auch noch mit unbedecktem Haar. Eine Träne rann meine Wange herab, als ich es da unten liegen sah… es war als hätte er einen Teil von mir aus dem Fenster geworfen.
Doch, er konnte es tun. Er war ein Mann und somit hatte er die Entscheidungsgewalt.
„Bitte nicht…“, flüsterte ich, da nahm ich im Augenwinkel eine Bewegung wahr und merkte, dass er mir ein neues hinhielt. Unsicher drehte ich mich zu ihm um und nahm das Tuch entgegen.
 „Deine Haare sind viel zu schön um sie zu verhüllen, aber wenn DU es tragen willst, werde ich dich nicht aufhalten.“, murmelte er und dann verbeugte er sich vor mir, dabei fiel ich fast in Ohnmacht, vor Schock. „Du kannst jetzt machen was du willst. Lass dich von uns nicht stören, beweg dich vollkommen frei.“ Mit einem kleinen Zwinkern, drehte er sich um und ging die Treppe nach unten.
Ich blieb allein in den Strahlen der einfallenden Sonne stehen, sah dem Staub bei seinem Tanz  durch die fehlende Wand zu und war vollkommen überwältigt und gleichzeitig überfordert.
Ich nahm meinen Kamm und ließ mich auf die Matratze plumpsen. Das leichte Ziepen und die vertrauten Bewegungen beruhigten mich, machten meinen Kopf frei. Was sollte ich jetzt tun? Sollte ich hier oben bleiben und mich verstecken? Das ging auf Dauer nicht, die Tiere, wenn es denn noch welche gab, würden etwas zu Essen brauchen und natürlich Saya und ich auch. Aber wie sollte ich mich denn vor so vielen männlichen Augen frei bewegen können? Das war einfach unmöglich, doch von ihm so selbstverständlich ausgesprochen. Wusste dieser Ungläubige gar nichts? Machte er sich keine Sorgen um seinen Seelenfrieden? So oft wie er mich berührt hatte, so selbstverständlich wie er meinen Blick einforderte, war ich davon nicht überzeugt. Ich konnte machen was ich wollte? Und was sollte das sein? Noch niemals zuvor war ich vor dieser Frage gestanden. Immer hatte ich gewusst was ich tun MUSSTE. Nichts tat ich weil ich es wirklich wollte. Natürlich, Kleinigkeiten durfte ich selbst bestimmen, aber jetzt war mir ALLES offen. ALLES war doch viel zu viel. Also bürstete ich in aller Ruhe erst meine Haare zu Ende, nicht wie sonst, wenn ich es noch halb verfilzt unter meinem Kopftuch versteckten musste. Flocht mir einen Zopf und wickelte in gewohnter Manier den Stoff über mein Haupt. Er schmiegte sich vertraut an meine Kopfhaut und ich schloss erleichtert die Augen. Denn das hatte etwas von Zuhause.
 Mein Bauch knurrte und ich entschied mich dazu meine neu gewonnene Freiheit auszutesten. Er hatte mir gesagt er würde mich niemals schlagen, keiner von ihnen würde mir wehtun, ich wusste nicht ob ich den Worten glauben konnte, aber ich würde es versuchen. Bis jetzt, hatten sie uns noch nichts getan.
Also marschierte ich mit frisch gekämmten bedeckten Haaren nach unten und nahm mir meinen Wassereimer. Es war nicht leicht mit gesenktem Blick den Anführer zu suchen, also musste ich leider gucken… fast alle hatten nun ihren Oberkörper wegen der Hitze entblößt und die schweren Uniformen abgelegt, sie aßen und lagen verstreut in der morgendlichen Sonne, bauten Zelte auf und tranken aus ihren Wasserflaschen. Ich glaube, ich hatte noch nie so eine intensive Röte verspürt wie in diesem Moment. So viele nackte, männliche Oberkörper auf einmal… Allah, bitte verzeih mir.
Doch irgendwann fand ich ihn. Vorne am absolut durchlöcherten Haus, lehnte er locker mit dem Rücken an der Mauer und kaute auf einem Grashalm herum. Er sprach mit ein paar anderen Männern, einem mit Glatze, dem Riesen, dem Blonden mit den kühlen Augen und Soldaten die ich bis jetzt noch nicht gesehen hatte. Auch er trug nur noch eine tief sitzende Hose… Ich hatte noch niemals so einen männlichen und gleichzeitig gepflegten Körper gesehen. Ich wollte nicht hinsehen… aber tat es doch… Er hatte einen wirklich schönen Körper anders konnte ich es nicht beschreiben. Er war schier perfekt… Als mir dieser Gedanke kam wollte ich am liebsten schreien und weglaufen. Allah, vergib mir. Ich schämte mich und strafte mich in Gedanken selbst. Voller Reue wegen meinem gottlosen Denken trat ich an die Gruppe heran, natürlich mit gesenktem Blick und dem Eimer in der Hand. Ich wusste nicht wie ich auf mich aufmerksam machen sollte, aber die Gespräche verstummten sowieso, sobald ich mich an den Rand der kleinen Gruppe stellte.
Ich versuchte mich nur auf seine Augen zu konzentrieren,  weil ich wusste, dass es ihn aufregen würde wenn ich ihn nicht ansah, während ich so leise sprach, dass er es sicherlich kaum hörte. „Du hast gesagt ich darf tun was ich will?“ es klang wie eine Frage und er runzelte die Stirn. Wie selbstverständlich streckte er die Hand nach mir aus und ich zuckte zusammen. Er presste die Lippen aufeinander, umfasste trotz meiner Reaktion, leicht meinen Oberarm  und führte mich ein Stück von der Gruppe breit grinsender, tuschelnder Männer weg.
„Und ich habe es auch so gemeint.“, meinte er im Schutz eines Baumes. Die Sonne hatte bereits ihre volle Kraft entfaltet und schien erbarmungslos auf uns herab.  Ich starrte auf meine Füße.
„Ich würde gerne Tee und etwas  zu Essen machen. Dafür brauche ich Wasser.“ Ich hob meinen alten Eimer hoch.
„Gut. Wo holst du dein Wasser?“
„Im Fluss.“, murmelte ich verhalten.
„Wie weit ist der Fluss entfernt?“
„Er ist gleich da hinten.“ Immer noch ohne ihn anzusehen zeigte ich ihm über meine Schulter die ungefähre Richtung.
„Ich werde dich begleiten. Ich halte es zwar für Unwahrscheinlich aber es kann sein das sie sich dort versteckt halten.“ Er meinte wohl die Taliban gegen die sie gekämpft hatten.
„Was ist mit meiner Schwester?“ ich wollte sie nicht schutzlos zurücklassen. Er grinste mich an.
„Ist es Okay für dich wenn Hugh auf sie aufpasst?“ er schaute zu dem Riesen, der uns breit grinsend zuwinkte.
„Ich weiß nicht…“, er schien nett zu sein, dennoch kannte ich niemanden von ihnen und konnte sie nicht einschätzen.
„Du kannst ihm wirklich vertrauen. Er liebt Kinder über alles, weil er selber eins ist.“ Ich musste ein kleines bisschen lächeln, als er das sagte und nickte lippenkauend.
„Gut.“ Er drehte sich um und ging zu der Gruppe Männer. Bei Allah… ich konnte nicht anders… ich starrte seinen nackten Rücken an. Er hatte eine dicke Narbe in der Leistengegend. Das erinnerte mich an meinen eigenen Rücken, ansonsten war seine Haut makellos, viel makelloser als meine, mit strammen Muskeln darunter und leicht gebräunt. Was tat ich hier nur? Kopfschüttelnd kniff ich die Augen zusammen, als er mit dem Mann ohne Haare sprach. Dann schaute ich nur noch auf meine Füße und das auch, als er zurückkam und verkündete, dass wir gehen konnten.
Und dann machte er etwas, was mir fast den Boden unter den Füßen wegzog…
Wie selbstverständlich nahm er den Eimer aus meiner Hand und marschierte pfeifend drauf los!
Ich sah ihn beim hinterhergehen schockiert von der Seite an und stolperte über einen Stein. Seine Hand schoss nach vorne und fing mich am Arm auf. Mit der anderen hielt er den Eimer. Er zog fragend eine Augenbraue hoch. Ich sah ihn an und musste es wissen. Wie hieß dieser unglaublich verstörende, temperamentvolle aber doch so freundliche, herzliche Ungläubige, der mir sagte ich dürfte tun was ich wollte, und der meinen Eimer für mich trug?
„Wie heißt du eigentlich?“
Ein breites Lächeln überzog sein Gesicht und ließ es erstrahlen, wieso auch immer.
„Ich heiße Jack Cooper und bin erfreut deinen Eimer tragen zu dürfen.“ Ich konnte mir mein Kichern einfach nicht verkneifen. 
CUT!

Sooooooooooooooooooooooooooooo! Das war´s mal wieder von mir! Oder sollte ich besser sagen von uns! Von meiner Sofia P alias kisicat (Sie ist ja doch bei ff, postet hier aber nichts, die böse Möse, dabei kann sie soooooooooooooooooooo wahnsinnig gut schreiben und hat soo ein geiles Gefühl für die deutsche Sprache!), ich bin immer noch geflasht von deiner Review die du geschrieben hast, inklusive dem Spruch am Schluss ;) Und natürlich danke an meine Beta! UND Danke an meine Hülya, die mir zur Seite steht und die ich für ihr Wesen bewundere. Schatz, du bist wirklich eine wahnsinnig starke Frau, du kannst stolz auf dich sein! Und an meinen Militärberater und DANKE an euch! Ich kann leider nicht alle Reviews beantworten, aber ich werde es versuchen!!!!!
Ich hab euch alle lieb, bin grad auf dem Hippitripp und könnte euch und auch ein paar Bäume knuddeln, weil diese Geschichte trotz meiner Bedenken so gut ankommt!
LOL
Eure Bethy!

Ach ja: Ich weiß ich bin nervig, aber der Wettbewerb geht nur noch ein paar Tage also ist Endspurt angesagt und danach werde ich euch vorerst mit so was in Ruhe lassen! Hehe. Hier nochmal der Link! Ihr seid echt die aller, aller, allerbesten Leser dieser Welt!